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„In zwei Jahren wird CHEOPS im Weltraum sein; vor dem Start müssen wir das Beobachtungsprogramm und einen Grossteil der Beobachtungsziele bestimmt haben“, sagt David Ehrenreich, CHEOPS-Missionswissenschaftler und Mitglied von PlanetS, und meint bestimmt: „CHEOPS muss von Beginn der Mission an auswertbar sein.“ Alle europäischen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die an der CHEOPS-Mission beteiligt sind, haben deshalb dazu beigetragen, Beobachtungsziele und –programme vorzuschlagen. „Eine gut befolgte Übung“, kommentiert David Ehrenreich zufrieden: „Wir haben nicht weniger als 60 Vorschläge bekommen, die wir in den kommenden Monaten durchsehen und prüfen werden.“

Wegen der Einschränkungen aufgrund der Umlaufbahn, wegen CHEOPS und der von den Astronomen vorgeschlagenen Beobachtungsziele wird diese Begutachtung ziemlich lange dauern. Tatsächlich hängt die Beobachtung der Ziele von deren Transits und Position am Himmel ab. Aufgrund der kombinierten Position von Erde, Sonne und Satellit kann zudem die für CHEOPS verfügbare Zeit für verschiedene Himmelsregionen um einen Faktor von eins bis zehn variieren.

Der CHEOPS-Himmel. (Graphik: Universität Genf)

Der CHEOPS-Himmel. (Graphik: Universität Genf)

Der Start des Satelliten ist für Ende 2017 vorgesehen. Das Programm muss vorher bereit sein. Die Europäische Raumfahrtorganisation ESA möchte es bereits sechs Monate zuvor erhalten, da sie 20% der Beobachtungszeit erhält und Verdoppelungen mit ihrem eigenen Programm vermeiden will. Die Programme werden vom „Science Operation Center“, SOC, in Genf ausgeführt und umfassen einen Zeitplan von 15 Tagen in 15 Tagen, basierend auf der Sichtbarkeit der Ziele während dieser Dauer. Der Zeitplan wird dann an das „Mission Operation Center“, MOC, in Madrid geschickt. MOC wird darauf die Kommandos an den Satelliten senden und die Rohbilder, aufgenommen von CHEOPS, an das Datenzentrum in Genf weiterleiten. Die Aufstellung des Beobachtungsprogramms ist nicht die einzige Aufgabe von SOC. Das Zentrum ist auch verantwortlich für den Empfang der Bilder, deren Aufbereitung und die Archivierung der Daten.

Ein Programm, mit dem vielleicht Dutzende von Super-Erden aufgespürt werden können.

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