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Tanz mit dem Feind

Beim Testen ihres neuen Subsystems auf dem Planetenjagdinstrument SPHERE konnte ein Team um Hans Martin Schmid, Professor der ETH Zürich und Mitglied von PlanetS, das schärfste Bild des Doppelsterns R Aquarii aufnehmen.

Stellar binary R Aquarii imaged by VLT-SPHERE/ZIMPOL. (Image ESO/Schmid et al.)

SPHERE und seine Komponente ZIMPOL sind am Very Large Telescope der ESO in Chile installiert. Sie wurden entwickelt im Hinblick auf die Suche nach Exoplaneten. ZIMPOL ist das Akronym für “Zurich Imaging POLarimeter” – ein an der ETH Zürich entwickeltes Subsystem. SPHERE/ZIMPOL erfüllt die Herausforderung, Exoplaneten direkt abzubilden. Seine Fähigkeiten sind jedoch nicht auf die Jagd nach Exoplaneten beschränkt. Mit dem Instrument können auch verschiedene astronomische Quellen untersucht werden – wie dieses faszinierende Bild mit den vielen stellaren Eigenheiten des Doppelsterns R Aquarii zeigt.

R Aquarii liegt lediglich 650 Lichtjahre von der Erde entfernt – astronomisch gesehen ein naher Nachbar – und ist einer der der Erde am nächsten gelegenen symbiotischen Doppelsterne. Obwohl die meisten Doppelsterne durch die Schwerkraft in einem anmutigen Walzer gebunden sind, ist die Beziehung zwischen den Sternen von R Aquarii weit weniger ruhig. Trotz seiner winzigen Größe entzieht der kleinere der beiden Sterne dieses Paares seinem sterbenden Begleiter – einem roten Riesen – ständig Material. Diese faszinierende Doppelstern hat seit Jahrzehnten besondere Aufmerksamkeit von Astronomen erhalten. Die Aufnahme eines Bildes der unzähligen Features von R Aquarii war für Hans Martin Schmid und seine Kollegen eine perfekte Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit von ZIMPOL zu testen.

Press release: https://www.eso.org/public/germany/news/eso1840

 

 

 

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