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Pionierin der Astrochemie

Die Entstehung von Sternen, Planeten und den Bausteinen des Lebens ist das Spezialgebiet von Ewine van Dishoeck. Die renommierte, niederländische Astronomin besucht die Universität Bern, wo sie am 20. Oktober 2017 einen öffentlichen Vortrag hält.

Prof. Dr. Ewine F. van Dishoeck ist designierte Präsidentin der Internationalen Astronomischen Union. (Bild IAU)

«Ewine van Dishoeck ist eine Pionierin in der Astrochemie und eine treibende Kraft hinter dem bahnbrechenden ALMA-Observatorium», sagt Kevin Heng, Direktor des Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern. Er hat die Professorin für Molekulare Astrophysik der Sternwarte Leiden nach Bern eingeladen, um die «CSH Distinguished Lecture 2017» zu halten. ALMA steht für Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array, das weltweit grösste Radioteleskop mit 66 Antennen auf einem Wüstenplateau, in 5000 Metern Höhe in Chile.

Mit Hilfe von ALMA können die Forschenden in den interstellaren Wolken zwischen den Sternen der Milchstrasse auf Zonen hineinzoomen, in denen Planeten entstehen. Hier finden sie Wasser und eine erstaunlich reiche Vielfalt an organischen Stoffen. In ihrem Vortrag wird Ewine von Dishoeck Fragen beantworten wie beispielsweise: Wie entstehen Sterne und Planeten? Warum unterscheiden sich manche Exoplaneten so sehr von den Planeten in unserem eigenen Sonnensystem? Welche Bausteine stehen für deren Bildung zur Verfügung? Können die präbiotischen Moleküle die Grundlage für Leben anderswo im Universum sein?

Ewine van Dishoeck ist eine der am weltweit meistzitierten Astrophysikerinnen und Astrophysiker. Zu den vielen Preisen, die sie gewann, zählt der Albert Einstein World Award of Science 2015. Sie ist designierte Präsidentin der Internationalen Astronomischen Union (IAU), die mehr als 12’000 Mitglieder hat. PlanetS profitiert von ihrer Erfahrung, da sie Mitglied des internationalen Begleitkomitees des Nationalen Forschungsschwerpunkts ist.

Freitag, 20 Oktober 2017, 18:00, Universität Bern: Prof. Dr. Ewine F. van Dishoeck spricht über «Building stars, planets and the ingredients for life in space». Anmeldung: http://cshlecture.ch

Das ALMA-Observatorium (Atacama Large Millimeter/submillimeter Array) auf 5000 Meter Höhe in Chile. (Bild Carlos Padilla – AUI/NRAO)

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