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Proxima Centauri b

Liebe Leserin, lieber Leser,

Die Entdeckung von Proxima Centauri b ist wirklich ausserordentlich: Ein Planet mit einer Masse, die offenbar derjenigen der Erde gleicht, umkreist unseren nächsten Stern in der bewohnbaren Zone! Wir hätten uns nichts Besseres erhoffen können! Der Stern ist nahe genug, so dass im nächsten Jahrzehnt Instrumente, installiert in den grössten Teleskopen auf der Erde, diesen Planeten direkt studieren und nach Hinweisen auf Leben suchen können.

Professor Willy Benz, Direktor NFS PlanetS. (Bild Alessandro Della Bella)

Professor Willy Benz, Direktor NFS PlanetS. (Bild Alessandro Della Bella)

Sollte es uns stören, dass der Mutterstern, Proxima Centauri, nur etwa 10% der Sonnenmasse besitzt, dass das Strahlungsumfeld des Planeten viel rauer sein dürfte, dass es möglich ist, dass immer die gleiche Seite des Planeten dem Stern zugewandt ist, und dass es trotz milder Temperatur kein Wasser an der Oberfläche geben könnte?

Die Antwort lautet klar und deutlich: Nein! Denn genau die Untersuchung dieser Aspekte wird uns helfen zu verstehen, wie Planeten entstehen und sich entwickeln und welche Leben beherbergen könnten. Im Labor gewinnt man Erkenntnisse, indem man Experimente unter verschiedenen Bedingungen wiederholt. In der Astronomie können wir nichts ändern, wir sind zum blossen Beobachten verurteilt. Aber wir können dieses Problem auf kluge Art umgehen, indem wir die verschiedenen Experimente beobachten, welche die Natur für uns durchgeführt hat! Proxima Centauri b ist genau eines dieser anderen Experimente.

Vielleicht ist dieser Planet nicht bewohnt oder nicht einmal bewohnbar… Aber es ist ein besonderer Planet unter all den vielen, die wir ausserhalb des Sonnensystems bis anhin entdeckt haben: Er teilt mit der Erde einige wesentliche Eigenschaften, welche die sogenannte Habilität (für Leben, wie wir es auf der Erde kennen,) definiert. Und er ist unser nächster Nachbar… Eine Gelegenheit, die wir einfach nicht ignorieren können. Wagen wir einen Blick unter die Haube und finden wir heraus, was dort tatsächlich existiert!

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Willy Benz,
Direktor NFS PlanetS

Entstehung von erdgrossen Planeten simuliert
„Es war die spannendste Mission“
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