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Abheben ins All mit dem Raumwandler

Am 24. November 2016 ist es soweit: Die komplett überarbeitete permanente Raumfahrtausstellung im Verkehrshaus der Schweiz öffnet die Türen für das Publikum. «Space – The Exhibition» ist so angelegt, dass die Besucherinnen und Besucher auf einem vorgegebenen Parcours durch verschiedene Bereiche und Erlebniswelten das Thema Raumfahrt und Weltraumforschung erleben. Die Ausstellung entstand mit Beteiligung des NFS PlanetS.

Eine echte Ariane-5-Nutzlastverkleidung vor der Halle Luft- und Raumfahrt macht auf die Veränderungen in der Ausstellung aufmerksam. Eine Wendeltreppe – ihr Kern ist dem Booster einer Ariane-Rakete nachempfunden – bildet den Zugang zur neuen Raumfahrtausstellung. Im zweiten Obergeschoss angelangt, finden die Besucherinnen und Besucher die «Timeline», eine rund 45 Meter lange Vitrinenreihe, welche die Geschichte der Raumfahrt von den Pionieren bis in die Gegenwart mit Modellen, Fotos, Videos und Texten erzählt.

Im Luftraum dominiert der Forschungssatellit EURECA, den der Schweizer Astronaut Claude Nicollier am 1. August 1992 an Bord der Raumfähre Atlantis ins Weltall ausgesetzt hat. Elf Monate lang kreiste der viereinhalb Tonnen schwere Satellit um die Erde und führte rund 70 biologische und technische Experimente aus, bevor er wieder zur Erde zurückkehrte und seit dem Jahr 2000 zur Sammlung des Verkehrshauses gehört.

Hauptattraktion der Ausstellung: Ein begehbarer Würfel, der sich um seine diagonale Achse dreht. (Bild VHS)

Hauptattraktion der Ausstellung: Ein begehbarer Würfel, der sich um seine diagonale Achse dreht. (Bild VHS)

Ein Ausstellungsbereich ist dem Wettlauf ins All, den historischen Apollo-Missionen, aber auch der Mondforschung gewidmet. Zu den Highlights gehören ein Stück echtes Mondgestein und das Engineering-Modell des von der Universität Bern entwickelten Sonnenwind-Experiments, das auf den meisten Apollo-Missionen sogar noch vor der amerikanischen Flagge auf dem Mond aufgestellt wurde.

Der Bereich «Rocket Engineering» deckt das Thema Raketentechnik ab. Neben einem echten Raketentriebwerk aus den 1960er-Jahren sind diverse Modelle ausgestellt, die die Entwicklung der Raketen von den Anfängen bis in die Gegenwart aufzeigen. Die Besucherinnen und Besucher können auch selber Raketeningenieur spielen, indem sie für eine bestimmte Mission die richtige Rakete zusammenstecken.

Ein zentraler Rundraum beherbergt die Hauptattraktion der Ausstellung: Der «Space Transformer» ist ein begehbarer Würfel, der sich um seine diagonale Achse dreht (siehe Bild). Eine oder zwei Gruppen à 5 Personen können sich gleichzeitig in seinem Inneren aufhalten und erleben, wie die Decke zur Wand und die Wand zum Boden wird. Wie in einer Raumstation werden «oben» und «unten» zu relativen Begriffen. Der «Space Transformer» wird ergänzt mit diversen Exponaten, unter anderem aus dem Besitz von Claude Nicollier.

Wer es wissen will, versucht sich im Bereich «Space Activities» auf dem «Multi-Axis-Trainer», bei dem zwei Personen erleben können, wie sich die Mercury-Astronauten Anfang der 1960er Jahre beim Training gefühlt haben. In diesem Bereich finden die Besucher auch ein nachgebildetes Modul der internationalen Raumstation ISS sowie ein Kontrollzentrum mit sechs Monitoren, auf denen unter anderem Live-Bilder von der ISS und aktuelle Daten von Wettersatelliten zu sehen sind.

Auf den Spuren von Matt Damon begeben sie sich danach auf den Mars: In einer nachgebildeten Landschaft sind drei verschiedene Mars-Rover zu sehen, an denen sich einzelne Teile sogar bewegen.

Im Bereich «Deep Space Exploration» geht es, wie es der Name verrät, in die Tiefen des Alls. Neben der Kometen-Mission Rosetta und weiteren Raummissionen wird das Thema Exoplanetenforschung aufgegriffen und das Weltraumteleskop CHEOPS vorgestellt. CHEOPS ist die erste ESA-Mission unter Schweizer Leitung.

Schliesslich landen die Besucherinnen und Besucher im Bereich «Time & Space», wo eine philosophische Auseinandersetzung mit dem unendlichen Kosmos und der Zeit stattfindet.

 

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