National Centre of Competence in Research PlanetS
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Lichtenberg Tim, Mr.

Formation & Evolution, ETH Zürich, Institut für Astronomie
PhD Student
8093 Zürich
+41 44 633 61 11 

Nennen Sie uns ein persönliches Zitat oder eines einer bekannten Person (z.b. Albert Einstein), welches Sie und Ihre Arbeit/Ihr Leben beschreibt.
“Verlass Dich, wenn Du Deine Kunst verstehen willst, nicht allein darauf, nur diese eine Kunst zu verstehen. Es ist ja auch schwierig, das Universum zu verstehen, wenn man nur einen Planeten studiert. Man muss sich aller Künste bewusst sein, indem man mit etlichen Künsten vertraut ist, wenn man sich einer Kunst ganz hingibt.” (M. Musashi; nach engl. Übersetzung aus dem Japanischen)

Beschreiben Sie Ihren Beruf in einem Satz und sagen Sie uns, was das wichtigste Ziel Ihrer Arbeit ist.
Ich versuche zu verstehen, welche physikalischen und chemischen Prozesse bei der Entstehung und Entwicklung Erd-artiger Planeten die wichtigsten sind. In einer Frage: Wie baut man eine bewohnbare Welt mit erträglichen Oberflächenbedingungen, und wie baut man eine Welt mit höllischen Bedingungen, wie sie Venus oder die Lavaplaneten, bspw. 55 Cancri e, sind?

Wie sind Sie zu diesem Forschungsgebiet/Arbeitsumfeld gekommen?
Während meiner Schulzeit und meinem Physikstudium fesselten mich die philosophischen Auswirkungen der Entdeckung extrasolarer Planeten auf die Menschheit. Ich beschloss, Teil dieses aufregenden und inspirierenden Abenteuers zu werden, und setzte dann in meinem Bachelor- und Masterstudium meine Schwerpunkte auf Astrophysik und Planetenforschung. Nach dem Studium bewarb ich mich für Graduiertenprogramme im Bereich Planetenentstehung. Und nun bin ich hier.

Welches wäre die grossartigste Entdeckung, die Sie miterleben möchten?
Die Entwicklung einer künstlichen allgemeinen Intelligenz. Das wäre sicherlich ein Wendepunkt für unsere technologisierte Gesellschaft und für die Menschheit überhaupt; aber es wären auch zahlreiche brisante Ethik-Fragen damit verbunden. Ein einwandfreier Nachweis für ausserirdische Biologie wäre natürlich auch grossartig!

Sie arbeiten für den Nationalen Forschungsschwerpunkt PlanetS. Was glauben Sie wird PlanetS Ihnen ermöglichen, was ohne PlanetS nicht möglich wäre?
Der NCCR verbindet mich regelmässig mit dem grossen, Schweiz-weiten Forschungsnetzwerk der Planetenforscher und bringt mich mit vielen inspirierenden Wissenschaftlern, die am Problemfeld rund um Planeten arbeiten, zusammen. Ich denke wirklich, dass PlanetS die schweizerische Gemeinde der Planetenforschenden auf ein neues Level heben kann und zahlreiche Verbindungen und Kooperationen, die sonst nicht realisierbar wären, ermöglicht.

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